„Von globalem Lernen zu lokalem Handeln – an der Seite der Menschen in Würde, Widerstandsfähigkeit und Hoffnung“
– Lenen Rahaman, Gründer und Geschäftsführer von MATI
Die Gründung von MATI und meine langjährige Arbeit mit Menschen in Armut haben mir einen tiefen und nachhaltigen Einblick in das immense Potenzial des Menschen gegeben. Ich habe erlebt, wie Familien trotz vielfältiger Härten weiterleben, kämpfen und die Hoffnung nicht verlieren. Diese Stärke – die Fähigkeit, inmitten von Entbehrungen in Würde zu leben – ist eine der größten und doch am wenigsten anerkannten menschlichen Fähigkeiten.
Leider bleibt diese Widerstandsfähigkeit und Weisheit von den führenden Eliten unserer Gesellschaften weitgehend unbeachtet. Die Stimmen, Erfahrungen und das Wissen der Menschen in Armut werden selten gleichwertig wertgeschätzt, obwohl sie praktische, in der Lebensrealität verankerte Lösungen bereithalten. Wahre Entwicklung muss damit beginnen, diese Stärke anzuerkennen und die Menschen in den Mittelpunkt der Entscheidungsfindung zu stellen.
Im Laufe meiner Arbeit habe ich extreme Wetterereignisse von alarmierendem Ausmaß und Schweregrad miterlebt – Rekordüberschwemmungen, Umweltzerstörung und sowohl Naturkatastrophen als auch von Menschen verursachte Katastrophen. Der Klimawandel ist kein abstraktes Konzept mehr, sondern gelebte Realität. Seine Folgen – Ernährungsunsicherheit, Krankheiten, erzwungene Migration, Konflikte und wirtschaftliche Instabilität – betreffen alle, doch am stärksten leiden die Ärmsten.